ABB steigert Umsatz und Ertragskraft im ersten Quartal 2013

Zürich, Schweiz, 24. April 2013 – ABB hat im ersten Quartal 2013 den Umsatz und die operative Profitabilität2 trotz eines schwachen Wirtschaftsumfelds gesteigert.
  • Optimiertes Portfolio und ausgewogene geografische Aufstellung ermöglichen solides Ergebnis trotz uneinheitlichen Märkten
  • Umsatz in allen Divisionen stabil oder verbessert1; Thomas & Betts Integration verläuft planmässig
  • Operatives EBITDA2 und EBITDA-Marge steigen, Kosteneinsparungen konsequent fortgesetzt

Zitate Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB

„Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft hatten wir einen zufriedenstellenden Start ins Jahr 2013.“

„Es ist uns gelungen, Kostendisziplin zu wahren und in mehreren Geschäftsfeldern und Regionen zu wachsen. Wachstumsfelder waren insbesondere Bereiche wie die industrielle Effizienz, eine zuverlässige Stromversorgung und erneuerbare Energien.“

„Unser ausgewogenes Portfolio und unsere globalen Ressourcen haben zu dieser robusten Performance beigetragen und uns ermöglicht in Märkten wie etwa der Schiffbaubranche, dem Bergbau oder der Robotik einige Schlüsselaufträge zu gewinnen. Zudem konnten wir den Gesamtumsatz organisch und auch nicht-organisch erhöhen und in den Schwellenmärkten ein Auftragsplus von 10 Prozent erzielen.“

„Das strenge Kostenmanagement haben wir fortgesetzt und insbesondere bei den Verwaltungsaufwendungen grosse Disziplin bewiesen. Durch weitere Verbesserungen beim Einkauf und in der Produktivität haben wir rund USD 260 Mio. eingespart.“

„Die Thomas & Betts (T&B) Integration sowie die Erschliessung von Synergien verlaufen nach Plan. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Übernahme und der verbesserten Position, die sie uns auf dem nordamerikanischen Markt verschafft hat.“

„Die Division Energietechnikprodukte hat auch im letzten Quartal wieder ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Mit einer operativen EBITDA-Marge von 14,9 Prozent lag sie erneut in unserem Zielkorridor von 14,5 bis 15,0 Prozent für das Gesamtjahr. Gründe für den Erfolg sind das konsequente Kostenmanagement und ausgewählte Wachstumsinitiativen in profitableren Absatzmärkten.“

„Dieses Quartalsergebnis haben wir trotz steten Gegenwinds auf der Nachfrageseite erzielt. Das Wachstum hat sich in den USA im ersten Quartal weiter abgeschwächt, und die Industrie-Investitionen waren in weiten Teilen Europas weiterhin uneinheitlich. Der Cashflow lag zwar niedriger als wir uns gewünscht hätten, entsprach jedoch weitgehend den Erwartungen. Hier spiegelt sich vor allem der zeitliche Verlauf von Projektausführungen wider. Wir rechnen daher in den kommenden Quartalen mit einer Erholung.“

„Wir werden uns auch im weiteren Jahresverlauf auf ein Gleichgewicht von Kosten und Wachstum konzentrieren. Die makroökonomischen Indikatoren bleiben aber weiterhin unklar. Das macht es schwierig, Prognosen für die Entwicklung der frühzyklischen Geschäfte abzugeben. Unser starker Auftragsbestand wird uns jedoch helfen, diese Unsicherheiten teilweise abzufedern. Wir sind zuversichtlich, dass unsere verbesserte Aufstellung in unterschiedlichen Geschäftsbereichen und Regionen uns auch in Zukunft attraktive Wachstumsmöglichkeiten eröffnen wird.“

1 Die Erörterung von Umsatz und Auftragseingang erfolgt im Text in Lokalwährungen. Die Veränderungen in USD finden sich in den Tabellen.
2 Siehe Überleitung des operativen EBITDA zum EBIT in Anhangsangabe 13 der „Notes to the Interim Consolidated Financial Information (unaudited)“.



3 Organische Veränderungen werden in Lokalwährungen ausgewiesen und wurden um den Effekt der Übernahme von Thomas & Betts bereinigt die im Mai 2012 akquiriert wurde.

Zusammengefasstes Ergebnis des ersten Quartals 2013

Wachstum im Überblick


Das Marktumfeld blieb uneinheitlich, wobei die Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten wie Öl und Gas, Bergbau, der Schiffbau- und Versorgungsbranche je nach Region, Produkt und Kunden unterschiedlich war. Die breite geographische, technologische Aufstellung und das weltweite Vertriebsnetz haben die Marktverunsicherungen teilweise kompensiert und dem Unternehmen ermöglicht profitable Wachstumsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Beispielsweise investierten Industriekunden weiterhin in hocheffiziente Produktionstechnologien zur Steigerung der Produktivität ihrer bestehenden Anlagen. Dazu zählte ein Auftrag im Wert von USD 260 Mio. über die Dauer von neun Jahren für die Erbringung von integrierten Serviceleistungen für Offshore Öl- und Gasanlagen in Norwegen. Auch in wichtigen Endmärkten haben Kunden weiterhin gezielt Investitionen vorgenommen. So erhielt ABB einen Auftrag für Minenlastenaufzüge von einem wichtigen Kunden in Russland.

Versorgungsunternehmen nahmen auch im letzten Quartal gezielt Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Übertragungsnetze vor. ABB erhielt einen Auftrag über USD 110 Mio. für die Verbindung der Stromnetze Litauens und Polens sowie einen Auftrag im Wert von USD 150 Mio. für Ultrahochspannungs-Gleichstromausrüstung für die leistungsstärkste Übertragungsleitung der Welt in China.

Insgesamt ging der Auftragseingang von ABB in der Berichtsperiode gegenüber dem ersten Quartal 2012 organisch um 4 Prozent zurück (einschliesslich T&B wurde ein Zuwachs von 2 Prozent erzielt). Die Basisaufträge (unter USD 15 Mio.) gaben organisch um 5 Prozent nach (Wachstum von 2 Prozent inklusive T&B), was hauptsächlich auf die schwächere Nachfrage nach frühzyklischen Produkten zurückzuführen ist. Die Serviceaufträge verringerten sich im Berichtsquartal um 3 Prozent. Ein Grund hierfür war der fortgesetzte Ausstieg aus Full-Service-Verträgen, bei denen der Anteil von ABB Produkten gering ist. Die Serviceaufträge steuerten 19 Prozent zum gesamten Auftragseingang bei. In den Schwellenmärkten nahm der Auftragseingang um 10 Prozent zu und machte 48 Prozent des gesamten Auftragseingangs von ABB aus. Grossaufträge (über USD 15 Mio.) zogen im ersten Quartal leicht an und trugen ebenso wie in der Vorjahresperiode 14 Prozent zum gesamten Auftragseingang bei.

Der Umsatz wuchs im ersten Quartal organisch um 3 Prozent und nicht-organisch um 10 Prozent. Die Abwicklung von Aufträgen aus dem hohen Auftragsbestand trug erheblich dazu bei Auftrags- und Umsatzschwächen im frühzyklischen Geschäft auszugleichen. T&B steuerte rund USD 590 Mio. zum Auftragseingang und Umsatz bei. Im Servicegeschäft erhöhte sich der Umsatz im Berichtsquartal um 3 Prozent.



In Europa lag der Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahres. Starke Zuwächse in Osteuropa, insbesondere in Russland, kompensierten Auftragsrückgänge in Nord- und Südeuropa, einschliesslich Italien sowie Deutschland. Organisch betrachtet gab der Auftragseingang in Nord- und Südamerika nach. Ursache hierfür waren insbesondere die rückläufigen Grossaufträge im Energiegeschäft und im Öl- und Gassektor. Vor allem wegen eines Wachstums von 20 Prozent in China nahm der Auftragseingang in Asien zu, während er im Nahen Osten und in Afrika stabil blieb. Hier konnte die starke Nachfrage nach Lösungen für erneuerbare Energien in Südafrika den Rückgang bei Grossaufträgen im Nahen Osten ausgleichen.



Division Industrieautomation und Antriebe: Die gestiegenen Grossaufträge für den Bereich Robotik und für Stromumwandlungsgeräte für die Bahnindustrie konnten den Auftragsrückgang bei Motoren und Antrieben nicht ausgleichen. Dieser resultierte aus der insgesamt schwächeren Nachfrage im frühzyklischen Geschäft. Der Umsatz wuchs bei der Abwicklung von Aufträgen aus dem hohen Auftragsbestand, vor allem im Bereich Robotik. Im Servicegeschäft stieg der Umsatz um 5 Prozent.

Division Niederspannungsprodukte: Auftragseingang und Umsatz blieben organisch nahezu unverändert, da die Nachfrage im frühzyklischen Geschäft in den meisten Regionen in etwa auf dem niedrigen Vorjahresniveau verharrte. Im Servicegeschäft nahmen Auftragseingang und Umsatz dagegen zweistellig zu.

Division Prozessautomation: Dem Auftragswachstum in der Bergbau- und Schifffahrtindustrie standen Rückgänge in der Metall- und Papier- und Zellstoffindustrie gegenüber. Der Auftragseingang im Öl- und Gassektor blieb stabil, wobei der Zuwachs bei den Basisaufträgen durch rückläufige Grossaufträge aufgehoben wurde. Die Serviceaufträge gingen zurück, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass im Vorjahresquartal mehrere Modernisierungsprojekte gebucht wurden. Der höhere Umsatz mit Schifffahrts-Aufträgen kompensierte die niedrigeren Umsätze in anderen Geschäften. Insgesamt stieg der Umsatz im Servicegeschäft um 4 Prozent.

Division Energietechnikprodukte: Die Veränderung des Auftragseingangs spiegelt die fortgesetzte selektive Projektauswahl in einem anspruchsvollen Markt wider im Vergleich mit dem starken Vorjahresquartal. Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert und umfasste einen höheren Anteil an Verkäufen von Verteilungstechnik und Produkten für die Industrie.

Division Energietechniksysteme: Der Auftragsrückgang spiegelt unter anderem den zeitlichen Ablauf der Erteilung von Grossaufträgen sowie die grössere Selektivität bei Projektausschreibungen wider, mit der Risiken reduziert und ein höherer eigener Wertschöpfungsbeitrag durch ABB-Produkte sichergestellt werden sollen. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtsquartal in allen Geschäftsbereichen und legte auch im Servicegeschäft zu.

Ertragslage im Überblick

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf rund USD 1,1 Mrd. und blieb damit gegenüber dem Vorjahresquartal stabil. Im EBIT enthalten ist der Nettoeffekt von zeitlichen Unterschieden in Bezug auf Wechselkurse und Rohstoffe 4, die im ersten Quartal 2013 den EBIT um USD 62 Mio. verringerten. Im Vorjahresquartal wurde hier der EBIT um USD 71 Mio. verbessert. Ebenfalls im EBIT enthalten sind akquisitionsbezogene Abschreibungen und Amortisation in Höhe von USD 93 Mio. gegenüber USD 66 Mio. im ersten Quartal 2012.

4 Siehe Überleitung des operativen EBITDA zum EBIT in Anhangsangabe 13 der „Notes to the Interim Consolidated Financial Information (unaudited)“.

Das operative EBITDA betrug im ersten Quartal 2013 USD 1,5 Mrd. – ein Anstieg um 19 Prozent gegenüber der relativ schwachen Vorjahresperiode. T&B steuerte rund USD 100 Mio. zum operativen EBITDA bei.

Die operative EBITDA-Marge des Konzerns erhöhte sich um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum, da mit Einkaufsinitiativen und operativen Verbesserungen Kosteneinsparungen von rund USD 260 Mio. erzielt werden konnten. Dies kompensierte Aufträge mit niedrigeren Margen aus dem Auftragsbestand. Die verbesserte Kapazitätsauslastung und strengere Disziplin bei Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten, die die derzeitigen Marktbedingungen besser widerspiegeln, wirkten sich positiv auf die Margen aus.



5 Siehe Berechnung der EBITDA Marge in % zum Umsatz in Anhangsangabe 13 der „Notes to the Interim Consolidated Financial Information (unaudited)“.

Division Industrieautomation und Antriebe: Die stabilen Erträge mit niedrigeren Margen reflektieren hauptsächlich einen veränderten Produktmix gegenüber der Vorjahresperiode. Unter anderem wurden höhere Umsätze im Systemgeschäft erzielt, in dem die Margen unter dem Divisionsdurchschnitt liegen. Ein weiterer Grund für die Margenveränderung waren höhere Investitionen in den Vertrieb und die Forschung & Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der höhere Cashflow aus Geschäftstätigkeit reflektiert das verbesserte Management des Umlaufvermögens.

Division Niederspannungsprodukte: Die Verbesserung des operativen EBTIDA beruht vor allem auf dem Beitrag in Höhe von rund USD 100 Mio. von T&B. Die operative EBITDA-Marge erhöhte sich infolge von Kostensenkungen und der verbesserten Kapazitätsauslastung in verschiedenen Märkten.

Division Prozessautomation: Das höhere operative EBITDA und die höheren EBITDA-Margen spiegeln vor allem die optimierte Projektabwicklung und die gesunkenen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten in Prozent des Umsatzes gegenüber dem Vorjahresquartal wider. Auch die starken Margen im Servicegeschäft wirkten sich positiv auf die Rentabilität aus.

Division Energietechnikprodukte: Der Anstieg der operativen EBITDA-Marge liegt vor allem in einem günstigen Geschäftsmix begründet. Gleichzeitig konnten die Einsparungen weitgehend den Preisdruck in Aufträgen kompensieren, die aus dem Auftragsbestand abgewickelt wurden.

Division Energietechniksysteme: Die höheren operativen EBITDA-Margen basieren hauptsächlich auf der verbesserten Projektabwicklung und dem gegenüber dem Vorjahresquartal günstigeren Mix von Projekten, die aus dem Auftragsbestand abgewickelt wurden. Im vierten Quartal 2012 angekündigte Massnahmen zur Steigerung der Profitabilität und Ergebniskonsistenz wurden im ersten Quartal fortgeführt, wirkten sich jedoch nicht wesentlich auf das Ergebnis aus.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn verringerte sich in der Berichtsperiode um 3 Prozent auf USD 664 Mio. Hierin enthalten sind Nettofremdwährungs- und Derivate-Effekte sowie Abschreibungen und Amortisation im Zusammenhang mit Akquisitionen, wie bereits erläutert wurde. Der Nettofinanzaufwand stieg von USD 38 Mio. im ersten Quartal 2012 auf USD 79 Mio. Grund hierfür war die Zunahme der Gesamtverschuldung gegenüber der Vorjahresperiode. Der unverwässerte Gewinn je Aktie belief sich im Berichtsquartal auf USD 0,29 gegenüber USD 0,30 in der Vorjahresperiode.

Bilanz und Cashflow

Die Gesamtverschuldung betrug USD 9,1 Mrd., gegenüber USD 6,2 Mrd. am Ende des ersten Quartals 2012 und USD 10,1 Mrd. Ende 2012. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal resultierte hauptsächlich aus der Ausgabe von Anleihen im Wert von rund USD 3 Mrd. in den USA und Australien zur Sicherung einer langfristigen Finanzierung zu attraktiven Zinssätzen.

Die Nettoverschuldung6 belief sich Ende März 2013 auf USD 2,1 Mrd., gegenüber Nettobarmitteln6 von USD 1,4 Mrd. in der Vorjahresperiode. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA6 betrug Ende März 2013 0,4x und lag damit klar in der Spanne, die das Unternehmen für die Aufrechterhaltung seines Kreditratings Single-A für notwendig hält.

ABB verzeichnete Mittelabflüsse aus der Geschäftstätigkeit von USD 223 Mio. und damit einen schwächeren Wert als im Vorjahresquartal. Gründe hierfür sind der gestiegene Bedarf an Nettoumlaufvermögen für die Abwicklung von Grossprojekten und die zeitliche Gestaltung von Kundenanzahlungen. Beide Faktoren betrafen hauptsächlich die Energietechnikdivisionen. Das Nettoumlaufvermögen in Prozent des Umsatzes6 belief sich auf 16,4 Prozent – eine Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte verglichen mit dem Ende des ersten Quartals 2012.

6 Siehe Überleitung von Nicht-GAAP Massnahmen im Anhang 1

Technologie und Innovation

ABB gab im Berichtsquartal die Einführung mehrerer neuer Produkte bekannt, vor allem im Bereich der Leistungselektronik. So brachte das Unternehmen einen neuen hocheffizienten 1.000-Kilowatt-Solarwechselrichter auf den Markt, der die Gesamtkosten von Photovoltaik-Anlagen beträchtlich senken wird. Ausserdem führte ABB die weltweit kompakteste modulare Anlage für ununterbrochene Stromversorgung (USV) ein. Ein innovatives Gleichstrombordnetz für Schiffe gibt Reedern die Möglichkeit, die Generatordrehzahl auf niedrigeren Treibstoffverbrauch zu optimieren. Zudem reduziert das Gleichstrombordnetz den Platzbedarf und erhöht die Flexibilität. Im April gab ABB die Entwicklung eines innovativen Hochspannungsleistungsschalters mit integriertem faseroptischem Stromsensor für die Stromübertragung bekannt. Das Produkt vereinfacht das Unterstationsdesign, reduziert den Platzbedarf erheblich und kann in intelligenten Netzen – so genante Smart Grids - angewendet werden. Ausserdem brachte ABB den ersten Niederspannungsleistungsschalter mit integrierten Energiemanagement-Funktionen auf den Markt. Dieser Schalter könnte jährlich Energie im Umfang des Verbrauchs von 1,4 Millionen EU-Haushalten einsparen.

Akquisitionen

ABB und Power-One mit Sitz in den USA gaben Anfang der Woche bekannt, dass die Verwaltungsräte beider Unternehmen einer Transaktion zugestimmt haben, in deren Rahmen ABB plant Power-One für rund USD 1 Mrd. zu übernehmen. Mit der Übernahme würde ABB sich als weltweit führender Anbieter von Solarwechselrichtern – der „Intelligenz“ von Photovoltaiksystemen – positionieren. Für diesen Markt wird mittelfristig ein Wachstum von jährlich über 10 Prozent prognostiziert. Die Transaktion wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung durch Aktionäre und Behörden.

Ausblick

Unsere langfristigen Wachstumstreiber wie zum Beispiel die Notwendigkeit einer grösseren industriellen Produktivität, einer zuverlässigeren und effizienteren Energieversorgung und des Ausbaus der erneuerbaren Energien bleiben unverändert bestehen. Die Nachfragesituation im weiteren Jahresverlauf wird voraussichtlich massgeblich durch kurzfristige Trends wie die wachsende Industrieproduktion und staatliche Massnahmen bestimmt werden. Zu Beginn des zweiten Quartals 2013 sind keine klaren Veränderungen bei den Nachfragetrends zu beobachten.

In einem Marktumfeld, das in naher Zukunft voraussichtlich sehr unsicher bleiben wird, werden wir uns weiter auf die Abwicklung von Projekten aus unserem umfassenden Auftragsbestand konzentrieren und unser breites Portfolio und unsere weltweite geografische Aufstellung nutzen, um profitable Wachstumschancen im Einklang mit unseren Zielvorgaben für 2011 bis 2015 auszuschöpfen.

Unterstützend werden wir unsere Initiativen zur Margenerhöhung und zur Verbesserung der Projektauswahl und -abwicklung fortsetzen. Der Ausbau des Servicegeschäfts, die Erschliessung von Synergien aus aktuellen Übernahmen, die Verbesserung der Kundenzufriedenheit und die erfolgreiche Kommerzialisierung unserer Pipeline von innovativen Technologien werden auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung unserer Wachstums- und Rentabilitätsziele leisten.

Wir streben weiterhin jährliche Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen in Höhe von 3 bis 5 Prozent der Umsatzkosten mit einem verbesserten Supply Management, Qualitätssteigerungen und einen höheren Ertrag aus den Investitionen im Vertrieb und der Forschung und Entwicklung an. Ausserdem halten wir an unserer Verpflichtung fest, höheren Wert für unsere Aktionäre zu schaffen und sowohl mit organischem als auch nicht-organischem Wachstum die Rendite auf unsere Investitionen zu steigern.

Weitere Informationen


Die Ergebnisse des ersten Quartals 2013 stehen ab dem 24. April 2013 im ABB-Medienzentrum unter www.abb.com/news sowie auf der Homepage von ABB Investor Relations unter www.abb.com/investorrelations zur Verfügung. Unter ABB Investor Relations finden Sie auch eine Präsentation für Anleger.

Ein Video des Vorsitzenden der Konzernleitung Joe Hogan zum Quartalsergebnis von ABB wird heute ab 06:30 Uhr mitteleuropäischer (MEZ) Zeit auf www.youtube.com/abb zu sehen sein.

Heute findet ab 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) eine Telefonkonferenz für die Medien statt. Teilnehmer aus den USA und Kanada wählen +1 866 291 41 66 (gebührenfrei), Teilnehmer aus Grossbritannien wählen +44 203 059 5862, Teilnehmer aus Schweden +46 8 5051 0031 und aus dem übrigen Europa +41 91 610 5600. Die Leitungen werden 15 Minuten vor Konferenzbeginn freigeschaltet. Eine Audioaufzeichnung ist eine Stunde nach Ende der Telefonkonferenz für 24 Stunden abrufbar. Aufzeichnungen: +44 207 108 6233 (GB), +41 91 612 4330 (übriges Europa) oder +1 866 416 2558 (USA/Kanada). Der Code zum Start der Wiedergabe lautet 13241 und ist mit der Raute-Taste (#) zu bestätigen. Die Aufzeichnung ist eine Stunde nach Ende der Veranstaltung auch als Podcast verfügbar und kann auf www.abb.com/news heruntergeladen werden.

Die Telefonkonferenz für Analysten und Anleger beginnt heute um 15 Uhr MEZ (14 Uhr in Grossbritannien, 9 Uhr EST). Teilnehmer wählen +1 877 270 2148 (USA/Kanada) (gebührenfrei), +44 203 059 5862 (Grossbritannien), +46 8 5051 0031 (Schweden) oder +41 91 610 5600 (Rest der Welt). Interessenten werden gebeten, sich 15 Minuten vor Konferenzbeginn einzuwählen. Die Aufzeichnung ist eine Stunde nach Ende der Veranstaltung als Podcast verfügbar und kann auf unserer Website heruntergeladen werden. Den Link für den Zugriff auf das Podcast finden Sie auf www.abb.com/investorrelations.



ABB (www.abb.com) ist führend in der Energie- und Automationstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung und der Industrie, ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen etwa 145.000 Mitarbeitende.

Zürich, 24. April 2013
Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung



Vorbehalte gegenüber Zukunftsaussagen
Die Pressemitteilung enthält Zukunftsaussagen sowie weitere Informationen betreffend den Ausblick für unsere Geschäftstätigkeit. Diese Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen über Faktoren, die unsere künftige Performance beeinflussen können, darunter auch über die globale Konjunkturlage sowie über die wirtschaftlichen Bedingungen in Regionen und Branchen, die für ABB Ltd die Hauptabsatzmärkte darstellen. Diese Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen werden im Allgemeinen mit Begriffen wie „erwartet“, „glaubt“, „schätzt“, „strebt an“, „plant“ oder Ähnlichem als solche bezeichnet. Es gibt jedoch viele Risiken und Unwägbarkeiten, wovon viele ausserhalb unseres Einflussbereichs liegen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Zukunftsaussagen dieser Pressemitteilung abweichen und welche unsere Fähigkeit, einzelne oder alle der bekannt gegebenen Ziele zu erreichen, beeinträchtigen könnten. Zu den wichtigen Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen könnten, zählen unter anderem Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem volatilen globalen Wirtschaftsumfeld und den politischen Rahmenbedingungen, Kosten aus Compliance-Aktivitäten, die Verfügbarkeit und Preise von Rohstoffen, die Marktakzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen, Änderungen staatlicher Bestimmungen und Wechselkursschwankungen und weitere Faktoren, die von Zeit zu Zeit in der Korrespondenz von ABB mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), unter anderem im ABB-Geschäftsbericht auf Formular 20-F, erwähnt werden können. Obwohl ABB Ltd glaubt, dass die in solchen Zukunftsaussagen enthaltenen Erwartungen auf angemessenen Annahmen beruhen, kann das Unternehmen keine Garantien abgeben, dass sie auch tatsächlich eintreffen werden.

Hinweis: Dies ist eine auszugsweise Übersetzung der englischsprachigen Pressemitteilung vom 24. April 2013, die Sie unter www.abb.com/news abrufen können. Im Falle von Unstimmigkeiten gilt immer die englische Originalversion.

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