Schweizer Triumph am Solar Decathlon – mit Unterstützung von ABB

24. Oktober 2017 – Ein Team aus Studierenden von vier Westschweizer Hochschulen hat den «Solar Decathlon», den renommierten Wettbewerb für energieautarke Gebäude in den USA, klar gewonnen. ABB Schweiz steuerte einen wesentlichen Teil der Niederspannungs-Elektrotechnik sowie Know-how zum Siegergebäude bei.
Der «Solar Decathlon» ist ein Wettbewerb, den das US-Ministerium für Energie alle zwei Jahre in den USA ausrichtet. Studierende entwerfen dafür ein mit Solarenergie versorgtes Gebäude, das sich – wie der Name andeutet – in zehn Disziplinen beweisen muss.

Wettbewerb in Denver
Der Solar Decathlon 2017 wurde mit 11 Teams im Oktober in Denver ausgetragen. Dafür hatte sich eine Schweizer Forschungsgemeinschaft qualifiziert – als eines von nur zwei Crews, die nicht in den USA ansässig sind. Sie besteht aus Studierenden der EPF Lausanne, der Universität Fribourg, der Haute école d'art et de design Genf sowie der Hochschule für Technik und Architektur Fribourg.



NeighborHub in Denver.

Maximale Punktzahl erreicht
Anders als die Konkurrenz, die Familienhäuser präsentierte, entwarf das Schweizer Team mit «NeighborHub» das Konzept eines nachhaltigen Quartierzentrums. Und das überzeugte mit seinen Qualitäten ganz und gar. In acht der zehn Disziplinen erreichte es das Podest, sechsmal als Sieger, und das in den Kerndisziplinen «Energy», «Engineering» sowie «Architecture» mit den maximal erreichbaren 100 Punkten. Damit holte das Schweizer Team überlegen den Gesamtsieg, mit 50 Punkten Vorsprung vor dem nächstbesten Mitbewerber.


Das Team aus der Schweiz feiert den ersten Rang. (© Swiss Living Challenge)

In NeighborHub stecken zwei Jahre Arbeit
In «NeighborHub» stecken zwei Jahre Entwicklungsarbeit von über 250 Studierenden. Das Quartierzentrum soll seine Besucher im täglichen Leben fortwährend zum nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen motivieren. Seine Energie bezieht es aus 29 Solarkollektoren, die alle auf den Fassaden angebracht sind.

Über 50 Produkte und Systeme von ABB installiert
ABB Schweiz hat dazu einen wesentlichen Teil der Elektroinstallationen beigesteuert; über 50 Produkte und Lösungen, von Leitungsschutzschaltern über die KNX-Gebäudeautomation inklusive Wetterstation hin zum Gleichstrom-Lasttrennschalter für die Solaranlage. Ein wichtiges Element waren die 22 Wechselstromzähler vom Typ B21, welche das Team mit präzisen Echtzeit-Daten des Energieverbrauchs versorgte. Offenbar mit Erfolg, wie die 100 Punkte in der Disziplin «Energy» belegen.


Die 22 Wechselstromzähler in Reih und Glied.

Hilfe von ABB-Fachleuten
Die Studierenden konnten auch auf die Mithilfe von ABB-Experten für die Entwicklung des smarten, energieautarken Quartierzentrums zählen, das zuerst in der Blue Factory in Fribourg aufgebaut wurde.


Halim Djebri, Projektleiter ABB Elektrifizierungsprodukte in Lausanne (links), war einer der Kollegen, der den Studierenden fachliche Unterstützung bot.