Die Technologie, die Ski-WM-Athleten zum Starthang bringt

6. Februar 2017 – Heute beginnt in St. Moritz die Alpine Ski-Weltmeisterschaft. ABB schaut hinter die Kulisse und fragt: Welche Technologie braucht es für den sicheren und energieeffizienten Personentransport in den Alpen? Und was wäre, wenn es nicht genügend Schnee auf der Abfahrtspiste hätte?
Die Ski Weltmeisterschaft in St. Moritz wäre ohne ABB-Technologie kaum denkbar. Die Piz Nair-Bahn beispielsweise, die die WM-Athleten zum berühmten «Free Fall»-Starthang bringt, wird von ABB-Technologie angetrieben. ABB steckt jedoch nicht nur in allen grossen Seilbahnen in St. Moritz, sondern auch in den Zubringerzügen und den Beschneiungsanlagen.

Zuverlässiger Zubringerdienst dank Schweizer Know-how
Die Rhätische Bahn (RhB), die während den nächsten zwei Wochen unzählige Zuschauer und Athleten nach St. Moritz bringt, überwindet den Bernina Pass, die höchstgelegene Eisenbahnstrecke in den europäischen Alpen. Ein innovatives Antriebssystem von ABB sorgt dabei für Sicherheit und Energieeffizienz.

Das Antriebssystem speist die Energie, die beim Bremsen des Zuges freigesetzt wird, wieder ins Netz zurück. Zusätzlich sorgt es dafür, dass trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Oberleitungen der Züge nicht vereisen. Dabei bedient sich das Antriebssystem einer ausgeklügelten Software, die erkennt, falls sich Eis auf den Oberleitungen gebildet hat. Ist das der Fall, werden automatisch elektrische Spannungsbögen erzeugt, wobei das Eis verdampft. So kann den an- und abreisenden Athleten und Zuschauern ein ununterbrochener Zubringerdienst garantiert werden.

In diesen innovativen Lösungen steckt viel Schweizer Know-how: Die Bahnstromrichter werden am ABB-Standort im aargauischen Turgi entwickelt und produziert. In Genf werden die Traktionstransformatoren für das Antriebpaket gefertigt.

Schneesicherheit dank intelligenter Bechneiungsanlage
Eine ausgeklügelte Beschneiungsanlage sorgt in St. Moritz für genügend Schnee auf den Pisten. Dazu wird einem künstlichen Naturspeichersee auf rund 2‘500 Meter über Meer im Val Schlattain Wasser entnommen.


Der Speichersee Lej Alv (©Engadin St. Moritz Mountains AG)

Das Seewasser wird in der Pumpstation von Lej Alv gefiltert und danach durch einen Kühlturm gepumpt. Das Kühlsystem steigert den Wirkungsgrad der Beschneiungsanlage, erhöht also deren Energieeffizienz. Danach wird das Wasser in das 50 Kilometer umfassende, unterirdische Wasserrohrnetzwerk zu den Schneeerzeugern gepumpt. Das Herzstück der Beschneiungsanlage, nämlich die Antriebe für die Pumpen, stammt von ABB. Der grosse Vorteil der Anlage: Da das Wasser für die Beschneiung nicht mehr aus dem Tal hochgepumpt werden muss, ergibt sich eine Energieeinsparung von rund 16 Prozent.

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